Crowdfunding: Publishertod oder Garant für gute Spiele?

Spätestens seit Ouya ist Crowdfunding, also das finanzieren eines Projekts durch Fans, in der Spielergemeinde ein bekannter Begriff. Doch haben die Publisher etwas davon? Und sind „fan-finanzierte“ Videospiele immer ein Garant für spielerische Qualität?

Viele Spieler -auch ich- beschweren sich, dass die meisten Spiele der großen Publisher zu sehr auf Action, statt auf spielerische Qualität und Abwechslung setzen. Dabei muss man bedenken, dass die Publisher ein Haufen Geld in die Entwicklung eines Spiels investieren und dementsprechend viele Gamer ansprechen wollen um möglichst viele Exemplare zu verkaufen. Was kann ein unabhängiger Entwickler also tun, um das Spiel zu entwickeln, das er möchte, ohne all zu große Rücksicht auf maximalen Profit zu nehmen? Er „crowdfunded“.

Beim Crowdfunding wird der Publisher umgangen, da der Geldgeber der Spieler ist. Für das Marketing sorgen die Entwickler selbst, oder aber die Releasepartner (Steam, PSN , XBLA).  Aber sterben die Publisher dann aus?

Nein, denn AAA-Titel sind mit Crowdfunding nicht zu finanzieren, dort braucht man einen großen Geldgeber. Doch nur weil hinter dem Spiel kein „geldgeiler“ Publisher steckt muss es nicht automatisch heißen, dass das Spiel dem Käufer gefällt. Spieler die auf grafische Musterspiele stehen werden solche Spiele ohnehin nicht finanzieren und schon garnicht kaufen. Man sollte immer darauf achten wer denn hinter dem Projekt steckt. Bei namenlosen Entwicklern sollte man sich schon genauer informieren, worum es in dem Spiel überhaupt geht und eventuell sollte man nach Videos zum Projekt schauen. Wenn es bekannte Entwickler sind, wie zum Beispiel Double Fine mit Tim Schäfer, dann weiß der Spieler ungefähr was ihn erwartet, auch wenn dass keine 100%ige Sicherheit ist, dass einem das Spiel gefällt.

Ich persönlich finde Crowdfunding klasse. Natürlich wird nicht jedes Spiel den Erwartungen der Spieler und Mitfinanzierer gerecht, aber so bleibt Platz für innovative Spiele und ganze Genres wie z.B. dem Point&Click Adventure. Ich hoffe dass auch in Zukunft ein paar schlaue Köpfe eine Idee haben und sie per crowdfunding finanzieren werden.

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